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	<title>leica, Messsucher, analoge fotografie </title>
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		<title>Gelesen: &#8222;The Circle&#8220; von Dave Eggers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2016 09:14:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" data-attachment-id="4073" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/10/09/gelesen-the-circle-von-dave-eggers/patentamt-2/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Patentamt" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Patentamt&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" />Du wusstest schon immer, dass Facebook und Google böse sind? Dass die Internetkonzerne die Weltherrschaft wollen? Dass unsere Kinder verloren sein werden, weil sie ihr gesamtes Leben preisgeben? Dass die ganze Welt verdummt, weil alle immer nur auf Smartphones starren? Dann ist nicht &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2016/10/09/gelesen-the-circle-von-dave-eggers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" data-attachment-id="4073" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/10/09/gelesen-the-circle-von-dave-eggers/patentamt-2/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Patentamt" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Patentamt&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" /><p>Du wusstest schon immer, dass Facebook und Google böse sind? Dass die Internetkonzerne die Weltherrschaft wollen? Dass unsere Kinder verloren sein werden, weil sie ihr gesamtes Leben preisgeben? Dass die ganze Welt verdummt, weil alle immer nur auf Smartphones starren? Dann ist nicht nur Digitale Demenz das ideale Buch für dich, sondern auch <em>The Circle</em> von Dave Eggers.</p>
<p>Die Bestätigung für die eigenen Befürchtungen sind in The Circle nämlich allzu leicht zu finden. Der Plot des Romanes ist erstmal nicht schlecht. Ein Super-Google-Facebook Konzern will der Nabel der Welt werden, eine Zentrale, um die sich alles dreht (daher Circle), die alles weiß, die alles sammelt. Dabei ist dessen grundlegende Idee nicht falsch. Informationen gemeinsam sammeln und allen zur Verfügung stellen ist durchaus vorteilhaft. Wikipedia ist ein gutes Beispiel dafür.</p>
<p>Der Firma Circle fehlt jedoch jedes Maß. Für das Sammeln und Nutzen von Daten gibt es irgendwann keine Grenzen mehr. Totale Transparenz ist das Ziel. Dabei wird aus &#8222;wer nichts Unrechtes tut, hat nichts zu verbergen&#8220; der Schluß gezogen, dass &#8222;wer nichts verbergen kann, auch nichts Unrechtes tun wird&#8220;. Transparenz als Mittel zur Erschaffung einer besseren Welt.</p>
<p>Leider ist The Circle sehr eindimensional erzählt; nur aus der Perspektive von Mae. Sie beginnt im Circle zu arbeiten und ist total begeistert, obwohl sie ganz unten, in der Kundenbetreuung anfängt. Sie hat aber die Grundidee des Circle, &#8222;sharing ist caring&#8220;, nicht verinnerlicht und eckt erst mal an, weil sie nichts von sich teilt. Dann aber läßt sie sich vollständig auf diese Idee ein und entwickelt sie ins extreme, grenzenlose weiter. Sie ist aber sehr unreflektiert, zweifelt nicht, hinterfragt nicht. Es gibt quasi keine Außenperspektive. Nur eine Person, ihr Ex-Freund Mercer, wehrt sich, findet aber keine anderen Weg, als vor der Zivilisation zu flüchten.</p>
<p>Das wahre Gesicht der anscheinend von der Idee begeisterten Masse scheint nur kurz durch, als Mercer im analogen Asyl ausfindig gemacht und beschimpft wird. Nur an dieser Stelle wird die <em>Verführung</em> durch den Circle sichtbar. Bestimmt ist Mercer die perfekte Identifikationsfigur für alle, die Bestätigung suchen. Es wird so schlimm werden mit dem Internet, dass nur noch die Flucht in den Wald ohne Empfang, in die analoge Welt, bleiben wird.</p>
<p>Das Buch gibt es ja schon mehr als zwei Jahre und ich bin spät dran mit dem Lesen. Der <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2014-01/the-circle-dave-eggers-roman" target="_blank">Hype</a> um The Circle ist vorbei, aber es erstaunt im digitalfeindlichen und auf Datenschutz versessenen Deutschland nicht, dass das Buch hier so populär war. Laut TZ ist es ideal für <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/dave-eggers-the-circle-stuermt-die-bestsellerlisten-roman-fuer-analoge-anachronisten-und-internet-hasser/10360196.html" target="_blank">Analoge Anachronisten</a>. Ich denke, auch durch die übertriebene Darstellung der Arbeit in Internetkonzernen wirkt es so stark auf viele Deutsche. Dabei ist das für uns zwar fremd, aber in amerikanischen Unternehmen und vor allen in Call Centern weit verbreitet. Einiges davon kommt mir ziemlich bekannt vor.</p>
<p>Mit kritischem Abstand ist The Circle durchaus lesenswert. Das Buch &#8222;<a href="https://hoge-uebler.de/2016/02/28/gelesen-how-google-works/">How Google works</a>&#8220; gibt meiner Meinung nach aber mehr Einblick in die Welt des Silicon Valley. Ich bin außerdem der Überzeugung, dass die Gefahr der Überwachung primär nicht von den Internetkonzernen, sondern in Wirklichkeit von den Staaten und ihrem Datenhunger ausgeht.</p>
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		<title>Gelesen: How Google works</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2016 16:36:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ich lese]]></category>
		<category><![CDATA[BigData]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/02/2015_2070121.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" data-attachment-id="3293" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/02/28/gelesen-how-google-works/yellow-and-blue-balloons/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/02/2015_2070121.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Yellow and blue balloons" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/02/2015_2070121.jpg" />Google ist mir deutlich unheimlicher als Apple, aber sympathischer als Facebook. Apple verdient sein Geld hauptsächlich mit Hardware und ist daher nicht auf die Nutzung von Daten der Kunden angewiesen. Die Plattform Apple kann man auf Grund ihrer Geschlossenheit trotzdem &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2016/02/28/gelesen-how-google-works/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/02/2015_2070121.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" data-attachment-id="3293" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/02/28/gelesen-how-google-works/yellow-and-blue-balloons/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/02/2015_2070121.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Yellow and blue balloons" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/02/2015_2070121.jpg" /><p>Google ist mir deutlich unheimlicher als Apple, aber sympathischer als Facebook. Apple verdient sein Geld hauptsächlich mit Hardware und ist daher nicht auf die Nutzung von Daten der Kunden angewiesen. Die Plattform Apple kann man auf Grund ihrer Geschlossenheit trotzdem kritisieren. Facebook ist auf die Daten der Nutzer angewiesen. Gerade in der geschickten Ausnutzung der doch meist privaten Daten für Werbung liegt das Geschäftsmodell. Ob der Nutzen des sozialen Netzwerks trotzdem groß genug ist, muss jeder selbst entscheiden.</p>
<p>Auch Google lebt natürlich von der Werbung, aber die direkte Ausnutzung meiner persönlichen Daten scheint mir nicht wesentlich oder ausschließlich zu sein. Google profitiert hauptsächlich von der großen Menge der Nutzer und ihrer Daten. Die Marktmacht von Google ist jedoch schon beängstigend und die Ziele, vor allem für die etwas fernere Zukunft, nicht zu durchschauen.</p>
<p>Ich war sehr gespannt auf das Buch &#8222;How Google works&#8220; von Eric Schmidt und Jonathan Rosenberg. Welche Einblicke erlaubt es in die Internas von Google? Natürlich darf man das beschriebene nicht auf die Goldwaage legen. Schmidt/Rosenberg sind extrem stolz auf ihr Unternehmen und sehen es als das beste der Welt. Vielleicht nicht ganz zu unrecht. Der rasante Aufstieg ist definitiv beeindruckend.<span id="more-3290"></span></p>
<p>Wie bei vielen Internet Unternehmen wird auch bei Google zwischen Kunden und Nutzern unterschieden. Kunden sind die, von denen das Geld kommt, also die Werbetreibenden. Nutzer sind die, die die angebotenen Services nutzen. Obwohl für die Einnahmen die Kunden wichtig sind, steht der Nutzer an vorderster Stelle. Von Anbeginn hatten die Gründer die These, dass ein für Nutzer gut gemachter Service letztendlich auch dafür sorgt, dass man damit Geld verdienen kann. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit einem Freund das erste mal Google Maps bzw. Google Earth angeschaut habe. Wir waren fasziniert davon, konnten uns aber nicht vorstellen, wieso Google das macht und wie damit Geld zu verdienen ist. Nach dem Lesen des Buches habe ich den Eindruck, dass das wirklich ein Prinzip bei Google ist. Etwas tolles und spannendes für die Nutzer wird gemacht, wenn es geht. Das Geld verdienen ergibt sich dann schon. Ein Teil der Arbeitszeit können Mitarbeiter für eigene Projekte verwenden. So wird Innovation aktiv gefördert.</p>
<p>Eng damit hängt auch das Motto &#8222;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Don%27t_be_evil" target="_blank">Don&#8217;t be evil</a>&#8220; zusammen. Mit den Nutzern im Zentrum des Interesses macht das Motto Sinn. Ob das wirklich das Handeln immer bestimmt, kann ich nicht sagen, wahrscheinlich nicht. Google muss sich im Wettbewerb behaupten und daher sicher manchmal auch die Ellbogen ausfahren. Aus dem Buch wird das Motto immerhin verständlich und ist allemal glaubwürdiger als die Mottos von Enron oder Lehmann Brothers, die sich schön anhören, aber, wie wir wissen, nichts mit der Firmenpolitik zu tun hatten.</p>
<p>Im Gegensatz zu vielen &#8222;alten&#8220; Unternehmen wird bei Google Widerspruch gefördert (also nicht so wie bei VW einfach alles abgenickt und Kritik unterdrückt). Laut Buch ist jeder aufgerufen mitzudenken und Problem oder Schwierigkeiten zu artikulieren. &#8222;If everyone is thinking alike somebody isn&#8217;t thinking&#8220; ist eine interessante Feststellung. Jede Meinung wird Respekt entgegen gebracht. Googles Credo für Meetings ist aber auch: Jedes Meeting braucht genau einen Owner / Decision Maker. Diskussionen sind wichtig, aber zum Schluß gibt es eine Entscheidung. Zu Zusammenarbeit und Firmenkultur gibt es eine ganze Menge Ratschläge, die mir aber nicht neu erscheinen.</p>
<p>Ein eigener Abschnitt des Buches beschäftigt sich mit der Auswahl neuer Mitarbeiter. Klar, bei dem Wachstum des Unternehmens war es bestimmt entscheidend, kontinuierlich neue geeignete Mitarbeiter zu bekommen. Der damit verbundene Prozess ist so wichtig, dass er sich in den Zielen aller Mitarbeiter findet. Alle haben die Aufgabe, an der Auswahl mitzuwirken. Für Firmen mit &#8222;normalem&#8220; Wachstum ist das wohl nicht so wichtig. Ich kenne das in dem Maße auch nicht. Die Fragen, die in Google Interviews gestellt werden (können), sind zumindest <a href="http://www.impactinterview.com/2009/10/140-google-interview-questions/" target="_blank">legendär</a>.</p>
<p>&#8222;How Google works&#8220; scheint sich in großem Maße an zukünftige Firmenlenker, Gründer von Startups, zu wenden. Jedes Kapitel endet mit einer Reihe von Ratschlägen und Zusammenfassungen. Obwohl ich nicht zu dieser Gruppe gehöre, fand ich es sehr interessant und kann es nur empfehlen, obwohl es nicht mehr neu ist.</p>
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