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	<title>leica, Messsucher, analoge fotografie </title>
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		<title>MucGov17 &#8211; Barcamp zur digitalen Stadt in München</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2017 06:41:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ich erlebe]]></category>
		<category><![CDATA[BarCamp]]></category>
		<category><![CDATA[chatbot]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC04369_13x18.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="MÃ¼nchner Rathaus" decoding="async" data-attachment-id="4485" data-permalink="https://hoge-uebler.de/dsc04369_13x18/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC04369_13x18.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Münchner Rathaus" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC04369_13x18.jpg" />Gestern war ich bei #MucGov17, dem Barcamp zur digitalen Stadt in München. Die Stadt München hat dieses Barcamp im neuen Bildungszentrum Einstein 28 veranstaltet. Primär nutzt die Volkshochschule München das Bildungszentrum. Die Räume dort sind sehr gut ausgestattet. Es waren 100 Personen angemeldet, aber geschätzt waren &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2017/04/30/mucgov17-barcamp-zur-digitialen-stadt-in-muenchen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC04369_13x18.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="MÃ¼nchner Rathaus" decoding="async" data-attachment-id="4485" data-permalink="https://hoge-uebler.de/dsc04369_13x18/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC04369_13x18.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Münchner Rathaus" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC04369_13x18.jpg" /><p>Gestern war ich bei <a href="https://barcamptools.eu/mucgov17/sessions" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#MucGov17</a>, dem Barcamp zur digitalen Stadt in München. Die Stadt München hat dieses Barcamp im neuen Bildungszentrum Einstein 28 veranstaltet. Primär nutzt die Volkshochschule München das Bildungszentrum. Die Räume dort sind sehr gut ausgestattet. Es waren 100 Personen angemeldet, aber geschätzt waren etwas weniger wirklich dabei. Von denen waren ca. 50% das erste mal bei einem Barcamp. Ungefähr 20 Sessions wurden angeboten und gehalten. Über 4 möchte ich kurz berichten.</p>
<h2>Digitale Barrierefreiheit</h2>
<p><a href="https://twitter.com/photonity" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Johannes</a>, <a href="https://twitter.com/AFarnetani" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Annett</a> und <a href="https://twitter.com/Capitano_Hook" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stefan</a> haben das Thema digitale Barrierefreiheit vorgestellt. Eine interessante Session mit relativ viel Konsens und daher wenig Diskussion. Ich habe dabei mehreres gelernt:</p>
<ul>
<li>Die mobilen Devices (Smartphones, Tablets) sind für die Barrierefreiheit ein großer Fortschritt. Obwohl bei deren Einführung zuerst Vorbehalte diesbezüglich da waren, ist die Unterstützung von Apple (iOS) und Android mittlerweile sehr gut. Webseiten und Apps werden somit schon fast  barrierefrei, wenn man bei der Entwicklung die Styleguides berücksichtigt.</li>
<li>Am Inhalt können die Styleguides natürlich nichts ändern. Aber sowieso ist es ratsam, einfache Sprachkonstrukte zu verwenden. Die einfache oder leichte Sprache ist eine extreme Möglichkeit, die jedoch umstritten ist.</li>
<li>Barrieren gibt es viele. Viel mehr, als ich zuerst angenommen habe. Eingeschränkt ist man auch im Alter oder, wenn man abgelenkt ist (beim Autofahren), nur eine Hand frei hat (Kind auf dem Arm) oder keine Hand frei hat (beim Kochen). Soll eine Anwendung oder App dann trotzdem verwendet werden, hilft die Barrierefreiheit enorm.</li>
</ul>
<h2>Öffnungsprozesse, Coworking und Makerspaces</h2>
<p>In dieser Session sind wir erst nicht auf einen grünen Zweig gekommen. Die Gruppe war auch sehr groß. Eine Trennung in zwei Gruppen schaffte ein wenig Abhilfe. Eine Teilgruppe hat sich dann mit den Prozessen in der Verwaltung beschäftigt. Ich bin beim Coworking geblieben. Wir haben unseren Stand zu den Themen ausgetauscht und ich habe wieder einiges neues gelernt:</p>
<ul>
<li>Es gibt in München mehrere Makespaces. Da muss ich unbedingt mal schauen, welche das sind.</li>
<li>Das <a href="http://www.hei-muenchen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haus der Eigenarbeit</a> kannte ich bisher nicht. Es existiert schon seit 1987, als 30 Jahre. Es bietet einen Raum für eigene Projekte und hilft beim Selbermachen mit Werkstätten und Werkzeug. Mit Aktionen wie dem <a href="http://www.hei-muenchen.de/unserangebot/aktionen-und-offene-gruppen/repair-caf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Repair-Cafe</a> liegen sie voll im Trend.</li>
<li>Das Projekt Augenhöhe &#8211; gemeinsames Lernen und Gestalten einer neuen Kultur der Zusammenarbeit &#8211; interessiert mich schon lange. Ich habe erfahren, dass es auch einen <a href="https://augenhoehe-muenchen.blogspot.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Münchner Stammtisch</a> dazu gibt. Da muss ich mal vorbeischauen.</li>
</ul>
<h2>SmarterTogether</h2>
<p>In München gibt es eine ganze Reihe von Webseiten und Apps, die alle einzelne Dienstleistungen oder Informationen anbieten. Zu nennen wäre da beispielsweise <a href="http://muenchen.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">muenchen.de</a>, MVG Fahrinfo, MVG more, AWM, <a href="http://isar-map.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">isar-map.de</a> und <a href="http://zamperl-app.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">zamperl-app.de</a>. Das Projekt SmarterTogether hat zum Ziel, eine neue Plattform zu entwickeln, die die Dienstleistungen an einem Ort zusammen führt: in der City-App.</p>
<p>Die Diskussionen dazu waren kontrovers. Die Aufgabe erschien den meisten als zu groß. Da ist das Risiko eines Scheiterns nicht von der Hand zu weisen. So wurde alternativ vorgeschlagen, dass die zugrunde liegenden Daten als OpenData zur Verfügung gestellt werden. Auf Basis dieser Daten könnten dann Anwendungen von den Bürgern selbst entwickelt werden. Immerhin ist es wohl so, dass das SmarterTogether Projekt die Öffnung der Daten ebenfalls als Ziel hat, damit diese in der App verwendet werden können. Da können wir aus OpenData Perspektive hoffen.</p>
<p>Das <a href="https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/Europa/Smart-Cities.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SmarterTogether Projekt</a> hat über die App hinaus noch weitere Ziele. So sollen Mobilität, Energie und Daten zusammen gebracht werden. Im Modell-Quartier Neuaubing-Westkreuz/Freiham wird experimentiert, wie die digitale, innovative, smarte, Stadt der Zukunft aussehen könnte.</p>
<h2>Leichterer Zugang zur Verwaltung mit ChatBots</h2>
<p>Über ChatBots habe ich eine Session gemacht. Dabei habe ich den <a href="https://www.facebook.com/wienbot/?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WienBot</a> vorgestellt. Der WienBot ist ein prototypisches Projekt der Stadt Wien, welches Informationen zur Stadt über den Facebook Messenger zur Verfügung stellt. Eigentlich wollte ich auch zeigen, wie ein ChatBot programmiert wird. Leider konnte ich mich wegen einer Änderung des Authorisierungsverfahrens auf die Schnelle nicht im Tool anmelden. Sorry dafür.</p>
<p>Die Diskussion um das Thema ChatBot war trotzdem interessant:</p>
<ul>
<li>Der WienBot kann nach unseren kurzen Tests nur Informationen liefern. Transaktionen oder Services bietet er nicht an. So kann man zwar nach den Parkplatzbedingungen fragen, aber kein Ticket für einen Parkplatz buchen. Das ist zu wenig. Services sind ein Muss für einen erfolgreichen ChatBot.</li>
<li>Die Einbindung über Messenger bietet für Unternehmen oder die Verwaltung Vorteile, weil keine Anwendungen für viele Plattformen erstellt werden müssen. Selbst für eine breite Unterstützung von Messengern (Facebook, WhatsApp, Messages, Telegramm, Threama etc.) ist eine zentrale ChatBot Anwendung möglich. Allerdings gibt es Vorbehalte gegen die verbreiteten Plattformen (z.B. Facebook und WhatsApp). Auf der einen Seite ist es leicht Zugang zum ChatBot zu bekommen. Auf der anderen Seite werden alle Personen ausgeschlossen, die diese Plattformen ablehnen.</li>
<li>Werden Services über den ChatBot abgewickelt stellt sich direkt die Frage der Authentifizierung. Zwar weiß die Plattform, wer angemeldet ist und kann das nutzen, aber zur Abbuchung von Geldbeträgen sind weitere Informationen nötig. Hier könnten ebenfalls die Vorbehalte gegen die Plattform-Betreiber störend sein.</li>
<li>Technologisch können die Dialogsysteme hinter den ChatBots heute nur einfache Sätze verstehen. Damit lassen sich zwar trotzdem komplexe Dialoge implementieren, aber der Einsatz ist irgendwo limitiert.</li>
</ul>
<p>Die Diskussion war von einer ganzen Reihe von Vorbehalten geprägt, die möglicherweise ihre Ursachen in der Bubble haben, in der die Teilnehmer gemeinsam steckten. Andere Gruppen haben vielleicht weniger Probleme mit den großen Plattform-Betreibern.</p>
<h2>Ein erfolgreiches MucGov17</h2>
<p>Mir hat das Barcamp gut gefallen. Die Sessions waren zwar nicht so zahlreich, aber durchaus interessant. Ich habe einiges neues gelernt und mehrere Punkte, denen ich noch nachgehen möchte. Das Catering war sehr gut und der Austausch mit den Teilnehmern hat Spaß gemacht. Beim nächsten mal bin ich gerne wieder mit dabei.</p>
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		<title>Gelesen: &#8222;Die Rückkehr der Diener&#8220; von Christoph Bartmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2016 07:57:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ich lese]]></category>
		<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-150x150.jpg 150w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-50x50.jpg 50w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-100x100.jpg 100w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-500x500.jpg 500w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-1000x1000.jpg 1000w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" data-attachment-id="4099" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/10/23/gelesen-die-rueckkehr-der-diener-von-christoph-bartmann/img_3791/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791.jpg" data-orig-size="2859,1444" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 6&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1477160723&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.15&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;64&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.05&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Excalibur" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-1024x517.jpg" />Ich bin extrem skeptisch, dass Shareconomy oder der Plattform-Kapitalismus etwas positives für uns hervorbringen werden. Gegen Teilen (share) ist natürlich nichts zu sagen und Konzepte, die nachbarschaftliche Hilfe fördern, sind zu begrüßen. Aber Geschäftsmodelle, die auf Ausbeutung und Benachteiligung anderer basieren, &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2016/10/23/gelesen-die-rueckkehr-der-diener-von-christoph-bartmann/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-150x150.jpg 150w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-50x50.jpg 50w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-100x100.jpg 100w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-500x500.jpg 500w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-1000x1000.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" data-attachment-id="4099" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/10/23/gelesen-die-rueckkehr-der-diener-von-christoph-bartmann/img_3791/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791.jpg" data-orig-size="2859,1444" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 6&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1477160723&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.15&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;64&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.05&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Excalibur" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/IMG_3791-1024x517.jpg" /><p>Ich bin extrem skeptisch, dass Shareconomy oder der Plattform-Kapitalismus etwas positives für uns hervorbringen werden. Gegen Teilen (share) ist natürlich nichts zu sagen und Konzepte, die nachbarschaftliche Hilfe fördern, sind zu begrüßen. Aber Geschäftsmodelle, die auf Ausbeutung und Benachteiligung anderer basieren, will ich nicht tolerieren oder akzeptieren. Dazu gehören die Ansätze von Firmen wie Uber oder Foodera, die nur funktionieren können, wenn die Arbeit für sehr wenig Geld und auf eigenes Risiko erbracht wird.</p>
<h2>Die Geschichte der Diener</h2>
<p>Mit Blick auf die Problematik der Entwicklung von immer mehr Angeboten in diese Richtung, habe ich das Buch &#8222;Die Rückkehr der Diener&#8220; von Christoph Bartmann gelesen. Es trägt den Untertitel &#8222;Das neue Bürgertum und sein Personal&#8220;. Darin wird zunehmende Lust an Inanspruchnahme von Dienstleistungen beleuchtet. Bartmann, der in New York gelebt und gearbeitet hat, hat diese Entwicklungen dort beobachten können. Deutschland ist nicht New York und daher ist die Verbreitung und Intensität eine andere, aber die Tendenz ist auch hier sichtbar.</p>
<p>Bartmann spannt den Bogen wesentlich weiter und gibt einen Überblick über die Entwicklung von Dienerschaft insgesamt. Sie ist nämlich nicht nur von dem Wunsch abhängig, bedient zu werden. Sie ist ebenso abhängig von der Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl von Dienern und Dienerinnen. So kam es durch die zwei Weltkriege zu einer starken Verknappung von Personal in Europa, die dazu führten, dass die Diener quasi komplett verschwanden. Ein Grund dafür war auch, dass es durch das starke Wirtschaftswachstum genügend andere, attraktivere Arbeit gab.</p>
<h2>Neue Diener</h2>
<p>Durch die Öffnung des Ostens seit 1989 in Europa und der Zuwanderung von Südamerikanern in den USA stehen seit einigen Jahren jedoch wieder genügend Bereitwillige für die Arbeit zu niedrigem Lohn zur Verfügung. Außerdem erlaubt das Internet eine Verteilung und Organisation der Dienstleistungen auf viele Abnehmer zu günstigeren Preisen. So konnte sich eine neue Ära der Dienerschaft entwickeln. In Deutschland sind dies natürlich Putzfrauen und Pflegekräfte sowie nun Handwerker, Lieferanten und andere Boten.</p>
<p>Dabei kann eine Tätigkeit als Dienstleister auch positive Seiten haben oder zumindest positiv empfunden werden: sei es durch größere Flexibilität oder Unabhängigkeit, eigener Chef sein oder niedrigere Eintrittsschwelle. Gemein ist diesen Tätigkeiten aber, dass sie primär als Zubrot taugen, wobei nicht immer klar ist, worin die Grundsicherung bestehen mag. Bei Putzfrauen kann das der Job des Mannes sein oder beim Ausliefern von Essen die Aufbesserung während des Studiums. Die Gehaltsstrukturen geben jedoch nie genug her, um davon eine Familie ernähren zu können.</p>
<p>Interessant für Europa oder Deutschland wird es sein, die Entwicklungen zu beobachten, wenn die Verfügbarkeit von billigen Arbeitskräften deutlich zurückgeht. Die Bevölkerungsentwicklung in den östlichen Ländern läßt  einen steten Fluss von dort nicht vermuten. Außerdem steigt dort das Gehaltsniveau und somit sinkt die Attraktivität von Arbeit im Ausland. Ob die Einwanderer oder anderer Zuzug dies kompensieren können, ist eher fraglich.</p>
<h2>Roboter als Diener</h2>
<p>Bleibt die Flucht in noch mehr Technologie, also dem Roboter als dem zukünftigen Diener. Hier klafft jedoch eine große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die Fortschritte sind zwar beachtlich, und kognitive Systeme in der Lage, viele Tätigkeiten zu übernehmen, die heute von Menschen gemacht werden. Leider gehören die meisten Tätigkeiten der Dienerschaft nicht dazu. So werden eher Bankberater und Versicherungsvertreter von den neuen Maschinen bedroht als die Putzfrauen. Zwar sind wir zu großen Kompromissen bereit, was die Qualität von Dienstleistungen angeht, aber eine Absenkung auf Roboterniveau ist aktuell nicht vorstellbar. Ein gutes Beispiel dafür sind Staubsaugerroboter. Diese reinigen oberflächlich betrachtet den Boden, aber an ein gründliches Staubsaugen kommen sie nicht heran und ersetzen somit keine Putzfrau.</p>
<p>Es stellt sich die Frage, wie die Zukunft der DienerInnen und Dienstleister aussehen wird, wenn die Verfügbarkeit von Arbeitskräften nicht ausreicht. Vielleicht müssen wir also doch weiter selbst ran, und uns die Hände an den häßlichen Notwendigkeiten schmutzig machen.</p>
<p>Ingesamt ein interessantes Buch mit vielen Informationen zur neuen Servicegesellschaft und ihren Bedingungen. An manchen Stellen ist es leider etwas wiederholend und langatmig. Lesenswert jedoch auf jeden Fall. Gelesen habe ich es mal wieder über die <a href="https://hoge-uebler.de/tag/onleihe/">Onleihe</a>.</p>
<p>[ergänzt 31.10.2016] In der <a href="http://www.zeit.de/kultur/2016-10/die-rueckkehr-der-diener-tawkify-new-york">Zeit</a> wurde das Buch nun auch besprochen. Dort wird hervorgehoben, dass die Dienstleister in der Shareconomy eben keine Unternehmer, sondern eben moderne Diener sind. Es entlastet die Nutzer dieser Dienstleistungen moralisch, sich die Diener als freie Unternehmer vorzustellen.</p>
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		<title>Gelesen: &#8222;The Circle&#8220; von Dave Eggers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2016 09:14:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" data-attachment-id="4073" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/10/09/gelesen-the-circle-von-dave-eggers/patentamt-2/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Patentamt" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Patentamt&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" />Du wusstest schon immer, dass Facebook und Google böse sind? Dass die Internetkonzerne die Weltherrschaft wollen? Dass unsere Kinder verloren sein werden, weil sie ihr gesamtes Leben preisgeben? Dass die ganze Welt verdummt, weil alle immer nur auf Smartphones starren? Dann ist nicht &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2016/10/09/gelesen-the-circle-von-dave-eggers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" data-attachment-id="4073" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/10/09/gelesen-the-circle-von-dave-eggers/patentamt-2/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="Patentamt" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Patentamt&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/10/2007__C225599.jpg" /><p>Du wusstest schon immer, dass Facebook und Google böse sind? Dass die Internetkonzerne die Weltherrschaft wollen? Dass unsere Kinder verloren sein werden, weil sie ihr gesamtes Leben preisgeben? Dass die ganze Welt verdummt, weil alle immer nur auf Smartphones starren? Dann ist nicht nur Digitale Demenz das ideale Buch für dich, sondern auch <em>The Circle</em> von Dave Eggers.</p>
<p>Die Bestätigung für die eigenen Befürchtungen sind in The Circle nämlich allzu leicht zu finden. Der Plot des Romanes ist erstmal nicht schlecht. Ein Super-Google-Facebook Konzern will der Nabel der Welt werden, eine Zentrale, um die sich alles dreht (daher Circle), die alles weiß, die alles sammelt. Dabei ist dessen grundlegende Idee nicht falsch. Informationen gemeinsam sammeln und allen zur Verfügung stellen ist durchaus vorteilhaft. Wikipedia ist ein gutes Beispiel dafür.</p>
<p>Der Firma Circle fehlt jedoch jedes Maß. Für das Sammeln und Nutzen von Daten gibt es irgendwann keine Grenzen mehr. Totale Transparenz ist das Ziel. Dabei wird aus &#8222;wer nichts Unrechtes tut, hat nichts zu verbergen&#8220; der Schluß gezogen, dass &#8222;wer nichts verbergen kann, auch nichts Unrechtes tun wird&#8220;. Transparenz als Mittel zur Erschaffung einer besseren Welt.</p>
<p>Leider ist The Circle sehr eindimensional erzählt; nur aus der Perspektive von Mae. Sie beginnt im Circle zu arbeiten und ist total begeistert, obwohl sie ganz unten, in der Kundenbetreuung anfängt. Sie hat aber die Grundidee des Circle, &#8222;sharing ist caring&#8220;, nicht verinnerlicht und eckt erst mal an, weil sie nichts von sich teilt. Dann aber läßt sie sich vollständig auf diese Idee ein und entwickelt sie ins extreme, grenzenlose weiter. Sie ist aber sehr unreflektiert, zweifelt nicht, hinterfragt nicht. Es gibt quasi keine Außenperspektive. Nur eine Person, ihr Ex-Freund Mercer, wehrt sich, findet aber keine anderen Weg, als vor der Zivilisation zu flüchten.</p>
<p>Das wahre Gesicht der anscheinend von der Idee begeisterten Masse scheint nur kurz durch, als Mercer im analogen Asyl ausfindig gemacht und beschimpft wird. Nur an dieser Stelle wird die <em>Verführung</em> durch den Circle sichtbar. Bestimmt ist Mercer die perfekte Identifikationsfigur für alle, die Bestätigung suchen. Es wird so schlimm werden mit dem Internet, dass nur noch die Flucht in den Wald ohne Empfang, in die analoge Welt, bleiben wird.</p>
<p>Das Buch gibt es ja schon mehr als zwei Jahre und ich bin spät dran mit dem Lesen. Der <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2014-01/the-circle-dave-eggers-roman" target="_blank">Hype</a> um The Circle ist vorbei, aber es erstaunt im digitalfeindlichen und auf Datenschutz versessenen Deutschland nicht, dass das Buch hier so populär war. Laut TZ ist es ideal für <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/dave-eggers-the-circle-stuermt-die-bestsellerlisten-roman-fuer-analoge-anachronisten-und-internet-hasser/10360196.html" target="_blank">Analoge Anachronisten</a>. Ich denke, auch durch die übertriebene Darstellung der Arbeit in Internetkonzernen wirkt es so stark auf viele Deutsche. Dabei ist das für uns zwar fremd, aber in amerikanischen Unternehmen und vor allen in Call Centern weit verbreitet. Einiges davon kommt mir ziemlich bekannt vor.</p>
<p>Mit kritischem Abstand ist The Circle durchaus lesenswert. Das Buch &#8222;<a href="https://hoge-uebler.de/2016/02/28/gelesen-how-google-works/">How Google works</a>&#8220; gibt meiner Meinung nach aber mehr Einblick in die Welt des Silicon Valley. Ich bin außerdem der Überzeugung, dass die Gefahr der Überwachung primär nicht von den Internetkonzernen, sondern in Wirklichkeit von den Staaten und ihrem Datenhunger ausgeht.</p>
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		<title>Gibt es Facebook in 10 Jahren noch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2016 09:29:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bei der Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-150x150.jpg 150w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-50x50.jpg 50w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-100x100.jpg 100w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-500x500.jpg 500w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-1000x1000.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" data-attachment-id="3229" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/01/25/gelesen-london-von-edward-rutherfurd/attachment/3229/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618.jpg" data-orig-size="2000,1500" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;E-M5&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;-&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1377180002&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;20&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.001&quot;,&quot;title&quot;:&quot;-&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Goodbye blue sky" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-1024x768.jpg" />Das wurden die Teilnehmer des Technologieforums der IBM am Dienstag von Aleksandra Sowa gefragt. &#8222;Und wenn ja, wie sieht Facebook dann aus? Welche Technologien wird Facebook nutzen?&#8220; Tja, gute Fragen, schwierige Fragen, auf die es keine guten Antworten gab. Natürlich, wer kann schon &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2016/06/06/gibt-es-facebook-in-10-jahren-noch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-150x150.jpg 150w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-50x50.jpg 50w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-100x100.jpg 100w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-500x500.jpg 500w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-1000x1000.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" data-attachment-id="3229" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/01/25/gelesen-london-von-edward-rutherfurd/attachment/3229/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618.jpg" data-orig-size="2000,1500" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;E-M5&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;-&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1377180002&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;20&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.001&quot;,&quot;title&quot;:&quot;-&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Goodbye blue sky" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/2013_8224618-1024x768.jpg" /><p>Das wurden die Teilnehmer des <a href="http://www-05.ibm.com/de/tec/index.html" target="_blank">Technologieforums</a> der IBM am Dienstag von <a href="http://www.theeuropean.de/aleksandra-sowa--2" target="_blank">Aleksandra Sowa</a> gefragt. &#8222;Und wenn ja, wie sieht Facebook dann aus? Welche Technologien wird Facebook nutzen?&#8220;</p>
<p>Tja, gute Fragen, schwierige Fragen, auf die es keine guten Antworten gab. Natürlich, wer kann schon 10 Jahre in die Zukunft schauen. Facebook ist zwar schon mehr als <a href="http://www.rp-online.de/digitales/internet/meilensteine-in-der-facebook-geschichte-bid-1.3999808" target="_blank">10 Jahre</a> alt und bereits mehr als 8 Jahre in Deutschland vertreten, aber Smartphones gibt es noch keine 10 Jahre (Start des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/IPhone" target="_blank">iPhones</a> war 2007). Wer kann sich diese digitale Gesellschaft ohne Smartphone noch vorstellen? Wer kann sagen, wie sich Smartphones entwickeln werden? Der Erfolg von Facebook ist eng mit den Smartphones verknüpft und auch die <a href="http://androidmag.de/news/branchen-news/facebook-so-sehen-die-plaene-fuer-die-zukunft-aus/" target="_blank">Zukunftspläne</a> von Facebook mit künstlicher Intelligenz, digitalem Assistenten und Integration mit Apps hängen an Geräten, die wir  immer dabei haben. Eine Idee für Facebooks Zukunft, die nicht schon auf dem Plan steht, oder bloß eine Fortschreibung beziehungsweise Intensivierung der aktuellen Methoden bedeutete, wurde nicht genannt. Virtuelle Realität und mehr KI, mehr Beeinflussung oder sogar Manipulation waren die primären Themen. Das Stimmungsbild ergab ungefähr 50:50 für das Überleben von Facebook.</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sunde" target="_blank">Peter Sunde</a> von Pirate-Bay hat in einem <a href="http://www.cnbc.com/2016/05/27/mark-zuckerberg-is-dictator-of-facebook-nation-the-pirate-bay-founder.html" target="_blank">Interview</a> über Mark Zuckerberg gesagt, er sei der Diktator der größten Nation der Welt. Zuckerberg bestimmt die Regeln und keiner aus seinem Volk hat Einfluss darauf. Das kann man sicher so sehen und obwohl die Regeln, die Facebook aufstellt, viele aufregen, bleiben sie trotzdem treu. Selbst wenn <em>Die Zeit</em> immer mal einen Artikel wegen zu viel nackter Haut entfernt bekommt, ist der Druck, dort zu publizieren, zu groß, um Konsequenzen zu ziehen. Eingeschränkte <a href="http://www.zeit.de/kultur/2015-05/instant-articles-facebook-meinungsfreiheit" target="_blank">Meinungsfreiheit</a> hin oder her.</p>
<p>Mir gefällt das Bild mit dem Diktator und ich denke, es wird Facebook ergehen wir vielen Diktatoren oder Diktaturen. Entweder sie werden von der Geschichte hinweggespült und existieren somit in 10 Jahren nicht mehr. Das könnte durch Flucht eintreten wie in der DDR. Jeder, der kann, läuft weg, bis alles zusammenbricht. Alternativ greift die Gesellschaft durch Regulierungen ein, die das Geschäftsmodell unmöglich machen. Oder Facebook existiert noch wie es seine Methoden der Kontrolle und Manipulation perfektioniert hat. Niemand kommt mehr aus und alle akzeptieren die Regeln des Diktators.</p>
<p>Die Frage ist <a href="http://www.srf.ch/radio-srf-3/digital/gibt-es-facebook-auch-in-10-jahren-noch" target="_blank">nicht neu</a> und schon vor Jahren wurde über das Ende von Facebook geschrieben. Bei den Messaging Apps habe ich versucht, statt WhatsApp den Messenger Threema zu verwenden. Das habe ich aufgegeben, weil fast niemand Threema nutzt. Alternativen zu Facebook sind nicht in Sicht. Wir <a href="http://politik-digital.de/news/daten-als-waehrung-bezahlen-mit-dem-guten-profil-149424/" target="_blank">bezahlen</a> mit unseren Daten und kennen nicht mal die Kurs dieser Währung. Wenn Facebook als Diktatur überlebt, sollten wir Mark Zuckerberg wenigstens das folgende Buch schenken: <a href="http://www.randomhouse.de/Paperback/Wie-werde-ich-ein-guter-Diktator/Mikal-Hem/e439162.rhd" target="_blank">Wie werde ich ein guter Diktator</a>.</p>
<p>Bei einem Vortrag bei einer Alumni Veranstaltung der Rotterdam School of Management kam die Frage auch auf und das Votum fiel deutlich günstiger für Facebook aus. Vielleicht, weil das Durchschnittsalter erheblich unter dem des Technologieforums lag.</p>
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		<title>#DigitalLeben: Digitalpolitik ist Gesellschaftspolitik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2016 11:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
		<category><![CDATA[D64]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/P1000518.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" data-attachment-id="3223" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/01/23/digitalleben-digitalpolitik-ist-gesellschaftspolitik/p1000518/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/P1000518.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="city" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/P1000518.jpg" />Letzte Woche habe ich die für mich wichtigsten Punkte des Grundsatzprogramms der SPD zur digitalen Gesellschaft erläutert. Wie dort bereits gesagt, ist das Grundsatzprogramm etwas lang geraten und die eingegangenen Kompromisse sind deutlich spürbar.  Das Progressive Zentrum und D64 wollen mit ihrem &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2016/01/23/digitalleben-digitalpolitik-ist-gesellschaftspolitik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="1" height="1" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/P1000518.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" data-attachment-id="3223" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2016/01/23/digitalleben-digitalpolitik-ist-gesellschaftspolitik/p1000518/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/P1000518.jpg" data-orig-size="" data-comments-opened="1" data-image-meta="[]" data-image-title="city" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2016/01/P1000518.jpg" /><p><a href="https://hoge-uebler.de/2016/01/11/digitalleben-grundsatzprogramm-fuer-die-digitale-gesellschaft/">Letzte Woche</a> habe ich die für mich wichtigsten Punkte des <a href="http://digitalleben.spd.de/wp-content/uploads/2015/09/150925_DigitalLeben_Programm_Leitantrag.pdf" target="_blank">Grundsatzprogramms</a> der SPD zur digitalen Gesellschaft erläutert. Wie dort bereits gesagt, ist das Grundsatzprogramm etwas lang geraten und die eingegangenen Kompromisse sind deutlich spürbar.  Das <a href="http://www.progressives-zentrum.org" target="_blank">Progressive Zentrum</a> und <a href="https://d-64.org" target="_blank">D64</a> wollen mit ihrem Policy Brief &#8222;<a href="http://www.progressives-zentrum.org/digitalpolitik-ist-gesellschaftspolitik-und-muss-gestaltet-werden/" target="_blank">Digitalpolitik ist Gesellschaftspolitik</a>&#8220; an das Grundsatzprogramm der SPD anknüpfen, es strukturieren und darüber hinaus gehen. Es sollen konkrete Maßnahmen zu den Bereichen Arbeit, Wirtschaft und Bildung formuliert werden.</p>
<p>Damit sind die Schlüsselthemen und die Strukturierung des Policy Briefs benannt: Aktive Gestaltung von Arbeit, Wirtschaft und Bildung in der digitalen Gesellschaft. Um diese Themen ins Zentrum der Betrachtungen zu rücken, wird ein eigenes Ministerium für Digitalisierung mit weitgehenden Kompetenzen und Kompetenzträgern gefordert. Ich persönlich rechne in dieser Legislaturperiode jedoch nicht mit einem eigenen Ministerium. Die Zeit dafür ist, auch aufgrund anderer Prioritäten, noch nicht gekommen. In 2013 hat Prof. Christoph Bieber auf der <a href="https://hoge-uebler.de/2013/12/03/tagung-zur-netzpolitik-teil-3/">Tagung zur Netzpolitik</a> in Tutzing gesagt, dass Netzpolitik (oder digitale Gesellschaft) für ein eigenes Ministerium <em>Chefsache</em> werden muss, bevor ein eigenes Ministerium entsteht. So weit ist es definitiv nicht. Interessant in dem Zusammenhang ist auch die Zeit Graphik zum <a href="http://images.zeit.de/wissen/2013-11/s44-infografik-netzpolitik.pdf" target="_blank">Internetministerium</a> von 2013. Die müsste mal aktualisiert werden.<span id="more-3216"></span></p>
<h2>Arbeit in der digitalen Gesellschaft</h2>
<p>Dass sich Arbeit gerade verändert, wird wahrscheinlich fast jedeR spüren. Um gestalten zu können, muss sich der Blick auf Arbeit, der Begriff von Arbeit, die Arbeitskultur, ebenfalls verändern. Arbeitsprozesse sind häufig nicht mehr linear und Modelle von Arbeit, die sich auf Anwesenheit oder zeitbasierte Vergütung beschränken, nicht mehr zeitgemäß. Die Digitalisierung darf nicht als bloße Arbeitsverdichtungsmaßnahme begriffen werden. Freiräume zur flexiblen Gestaltung von Arbeit und Freizeit sollen gefördert werden, indem das Verhältnis von Arbeitnehmern und Arbeitgebern neu definiert wird. Einher geht damit die gemeinsame Betrachtung von selbstständiger und abhängiger Beschäftigung, sowie die Veränderung der Besteuerung und die Anpassung der Rentensysteme.</p>
<h2>Wirtschaft in der digitalen Gesellschaft</h2>
<p>Die Digitalisierung ist nicht nur für die Gesellschaft eine große Herausforderung sondern auch für die Unternehmen. Sie ist aber hier wie da ebenso eine große Chance. Durch Innovationen können neue Märkte erschlossen, Arbeitsplätze geschaffen oder das Zusammenleben verbessert werden. Wichtig ist dabei die Förderung von Gründern und die Abkehr vom Protektionismus bestehender Strukturen. Eine leistungsfähige Infrastruktur mit einem freien Zugang für alle (Netzneutralität!) ist zur Wahrung der Chancen unabdingbar. Eine Startup-Quote für Unternehmen und die Förderung von Crowdfunding wird ebenfalls gefordert.</p>
<h2>Bildung in der digitalen Gesellschaft</h2>
<p>Die gesamte Gesellschaft muss in die Lage versetzt werden, das Internet als Werkzeug zu nutzen. Dies geht nicht alleine durch Schulen und Universitäten, sondern schließt Erwachsenenbildung mit ein. Die Vermittlung von Medienkompetenz muss ein wesentlicher Baustein zukünftiger Bildungsprogramme sein.</p>
<p>Die Möglichkeiten der Digitalisierung sollen nicht nur vermittelt, sondern in der Bildung auch genutzt werden. Dazu ist Ausstattung und Ausbildung von LehrerInnen notwendig. Eine grundsätzliche digitale Lehrmittelfreiheit und die Nutzung von Open Educational Resources sind wichtige Komponenten auf dem Weg zu einer Wissensgesellschaft.</p>
<h2>Digitalpolitik muss gestaltet werden</h2>
<p>Den Anspruch, konkrete Maßnahmen zur Gestaltung von Digitalpolitik vorzuschlagen, kann das Papier nicht einlösen. Dafür ist es auch zu kurz. Aber gerade in der Kürze liegt sein Vorteil. Das Grundsatzprogramm der SPD zur digitalen Gesellschaft ist mit 40 Seiten so umfangreich und leider auch so unstrukturiert, dass es wohl nur als Referenz herangezogen werden kann. Der Policy Brief zum Thema Digitalpolitik ist dagegen klar strukturiert und bringt die wesentlichen Themen auf den Punkt. Es läßt wichtige aber kontroverse Themen wie Datenschutz oder Transparenz aus und ist trotzdem ein wichtiges Statement auf dem Weg in eine digitale Gesellschaft, in der wir uns wohl fühlen können.</p>
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		<title>#DigitalLeben: Grundsatzprogramm für die digitale Gesellschaft</title>
		<link>https://hoge-uebler.de/2016/01/11/digitalleben-grundsatzprogramm-fuer-die-digitale-gesellschaft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2016 08:48:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[In 2014 hatte ich mich am Prozess #DigitalLeben beteiligt und mir Anfang 2015 vorgenommen, aktiver an der Gestaltung der digitalen Gesellschaft mitzuarbeiten. #DigitalLeben hatte den Zweck, ein Grundsatzprogramm zur digitalen Gesellschaft zu erarbeiten. Dies wurde Ende letzten Jahres tatsächlich vorgelegt und beim Parteitag der SPD &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2016/01/11/digitalleben-grundsatzprogramm-fuer-die-digitale-gesellschaft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In 2014 hatte ich mich am Prozess <a href="https://hoge-uebler.de/2014/09/28/digitalleben-10-fragen-zur-digitalisierung/">#DigitalLeben</a> beteiligt und mir Anfang 2015 vorgenommen, aktiver an der <a href="https://hoge-uebler.de/2015/01/11/engagement-fuer-die-digitale-gesellschaft/">Gestaltung</a> der digitalen Gesellschaft mitzuarbeiten. #DigitalLeben hatte den Zweck, ein Grundsatzprogramm zur digitalen Gesellschaft zu erarbeiten. Dies wurde Ende letzten Jahres tatsächlich vorgelegt und beim Parteitag der SPD im Dezember <a href="https://www.spd.de/aktuelles/bundesparteitag-2015/beschluesse/digital-leben/" target="_blank">verabschiedet</a>.</p>
<p>Nun muß ich feststellen, dass ich leider nicht so aktiv war, wie ich das vorhatte. Die Diskussion über den Entwurf des Grundsatzprogramms habe ich überhaupt nicht mitbekommen. Das ist an die Mitglieder nicht gut kommuniziert worden. Auf der <a href="http://digitalleben.spd.de/debatte#!/r/digital_leben/" target="_blank">Debatten</a>-Seite zu #DigitalLeben konnte abschnittweise kommentiert werden. Im Rückblick lassen sich dort die Diskussionen noch verfolgen. Es sind einige Hundert Kommentare zusammen gekommen. Vielleicht hat man diese Plattform nicht breit angepriesen, damit sie nicht in einer Kommentarflut ertrinkt.</p>
<h2>Wichtige Punkte für die digitale Gesellschaft</h2>
<p>Das <a href="http://digitalleben.spd.de/wp-content/uploads/2015/09/150925_DigitalLeben_Programm_Leitantrag.pdf" target="_blank">Grundsatzprogramm</a> ist mit mehr als 40 Seiten so umfangreich, dass man es nicht mal so einfach überfliegen kann. Die für mich wichtigen Punkte hebe ich daher mal hervor (jeweils mit Zeilenangabe):<span id="more-3203"></span></p>
<ul>
<li>Eine digitale Gesellschaft muss inklusiv sein, also niemanden ausschließen [Zeile 106ff]. Sie ist nicht auf Eliten ausgerichtet, die Vorteile für sich daraus ziehen, sondern muss alle mitnehmen. Die Gefahr einer Spaltung der Gesellschaft ist nicht zu unterschätzen. Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, offline sind, müssen trotzdem Zugang zu den wesentlichen Einrichtungen erhalten.</li>
<li>Flexibilität, die die Bedürfnisse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausbalanciert, muss Ziel von Arbeit in der digitalen Gesellschaft sein [Zeile 164ff]. Dazu ist ein neuer Begriff von Arbeit und Arbeitszeit nötig. Ein Recht auf Nicht-Erreichbarkeit soll bestehen, jedoch nicht im Gegensatz zur Flexibilität stehen. Simple technische Maßnahmen, wie beispielsweise keine E-Mails zwischen 20h und 6h, sind da nicht hilfreich [Zeile 227ff]. Der Rechtsanspruch auf einen frei wählbaren Arbeitsplatz (Zuhause, Café) für eine bestimmten Zeitraum geht mir aber doch zu weit [Zeile 220ff].</li>
<li>Die Sharing Economy und der damit verbundene Plattform-Kapitalismus birgt Risiken, die durch einen entsprechenden Rahmen gemindert werden müssen [Zeile 59ff, 414ff]. Geschäftsmodelle, die Arbeit prekär werden lassen, müssen verhindert werden. Zu diesem Thema gefällt mir auch der Artikel der FAZ: <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-digital-debatte/shoshana-zuboff-ueber-sharing-economy-und-europa-13499357.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2" target="_blank">Sharing Economy und Europa</a>.</li>
<li>Bildung spielt in einer Wissensgesellschaft eine bedeutende Rolle. Die technische Basis einer digitalen Gesellschaft, die Informationstechnologie und Algorithmen, sollen daher verstärkt vermittelt werden [Zeile 259f, 642ff]. Weiterbildung sollte bereits im Interesse der Arbeitgeber sein und gefördert werden. Neben dem Recht auf Bildung halte ich aber auch eine Pflicht zur Bildung für geboten. Stetiges Lernen muss den Wandel begleiten [Zeile 686f]. Neben den technischen Fertigkeiten muß ein reflektierter Umgang mit den neuen Möglichkeiten vermittelt und eine Stärkung der Medien- und Informationskompetenz erreicht werden [Zeile 606ff, 633ff].</li>
<li>Den Werkstoff der digitalen Revolution bilden die Daten [Zeile 440ff, 554ff]. Die Potentiale, die sich aus der Nutzung der Daten ergeben, sollen genutzt werden können. Dabei ist der Schutz der Daten ebenso wichtig und zwischen beidem ist eine Balance zu finden. Neue Instrumente zur informationellen Selbstbestimmung und Datenautonomie sollen entwickelt werden [Zeile 576ff] und Transparenz in die gespeicherten Daten gewährleistet sein [Zeile 1783ff]. Datensparsamkeit alleine würde die Chancen, die in der Nutzung von Daten liegen, allerdings gefährden [Zeile 1708ff]. Den Prinzipien &#8222;Privacy-by-Design&#8220; und &#8222;Security-by-Design&#8220; kommen entscheidende Bedeutung zu [Zeile 1741ff].</li>
<li>Flächendeckend sollen leistungsfähige Internetverbindungen geschaffen werden [Zeile 457f, 1262ff]. Dabei ist Netzneutralität zu wahren und die WLAN Störerhaftung abzuschaffen [Zeile 862ff]. Offene Standards für die Vernetzung sollen eine Beteiligung aller Unternehmen und Menschen sicherstellen [Zeile 1241ff].</li>
<li>Start-ups sollen gefördert werden, um Potentiale auszuschöpfen und wettbewerbsfähig zu bleiben [Zeile 516ff]. Gerade aus unserem Fokus auf digitale Souveränität soll eine Marktchance werden [Zeile 560ff].</li>
<li>Transparenz und OpenData sollen Vertrauen in die Entscheidungsprozesse stärken und Korruption reduzieren [Zeile 882ff]. Dabei soll auch eine zeit- und ortsunabhängige Beteiligung möglich sein. E-Government soll die Verwaltung flexibilisieren. OpenData mit seinen gesellschaftlichen und ökonomischen Potentialen soll gefördert und auf die Privatwirtschaft ausgedehnt werden [Zeile 1378ff, 1432ff, 1764ff].</li>
</ul>
<h2>Schwierige Punkte im Grundsatzprogramm</h2>
<ul>
<li>Der Schutz vor unerwünschten Inhalten (Sexismus, Gewalt, Extremismus, Rassismus, etc.) und die Bekämpfung dieser ist sicher wichtig. Ich halte aber nichts von technischen Schutzmaßnahmen und Kennzeichnungen [Zeile 256f, 774ff]. Zensur ist keine Alternative.</li>
<li>Das Thema Überwachung wird nur am Rande behandelt [Zeile 1478ff]. Zwar wird die Verschlüsselung von digitaler Kommunikation gefordert und gefördert [Zeile 997ff, 1879ff, 1914ff]. Wie das aber mit dem Wunsch nach Cyberaufklärung zusammenpasst, wird nicht diskutiert [Zeile 962ff]. Nur auf die bösen Konzerne zu schimpfen, reicht nicht aus [Zeile 1511ff]. Ebenso ist es kein Grund für die Vorratsdatenspeicherung, dass Telekommunikationskonzerne Daten zur Abrechnung speichern [Zeile 1534ff].</li>
<li>Es gibt mehrere Themen, bei denen Schutz gefordert wird (so beispielsweise <em>die kleine Buchhandlung</em> oder <em>journalistisch-redaktionelle Angebote</em>) [Zeile 1157f, 51f, 1056f]. Das sehe ich grundsätzlich kritisch, weil ich eher für eine inhaltliche Weiterentwicklung bin. Protektionismus wird da nicht helfen.</li>
<li>Zwar wird Netzneutralität gefordert [Zeile 1200ff], aber ein Netzwerkmanagement nicht ausgeschlossen [Zeile 1209, Zeile 1302f]. Meiner Meinung nach ein Widerspruch.</li>
<li>Zwar ist die Nutzung von digitalen Technologien für Umweltschutz ein Thema hinsichtlich Smart X (für X= Energie, City, Verkehr) [Zeile 1402ff, 1363ff], aber trotzdem sollen Geräte verstärkt ausgeschaltet werden, statt nur auf stand-by gehen [Zeile 1420f]. Wie soll das zusammen passen?</li>
<li>Zum einen wird auf die Chancen der Nutzung von Daten hingewiesen und festgestellt, dass durch Datensparsamkeit  diese Chancen nicht genutzt werden können. Trotzdem hat die Zweckbestimmung der Daten Eingang in das Papier gefunden [Zeile 1822f].</li>
</ul>
<h2>Themen über das Grundsatzprogramm hinaus</h2>
<ul>
<li>Die heutige starke Konzentration auf die Besteuerung von Arbeit ist in einer digitalisierten Welt nicht mehr zeitgemäß. Die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen muss daher verstärkt geführt werden. Selbst in der Wirtschaft wird das Thema bereits angesprochen. Zuletzt <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-12/digitale-revolution-telekom-timotheus-hoettges-interview" target="_blank">prominent</a> vom Chef der Telekom. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse der <a href="http://steadynews.de/innovation/bedingungsloses-grundeinkommen-aufruf-zur-blogparade-was-wuerde-ich-tun-wenn" target="_blank">Blogparade</a> von SteadyNews dazu.</li>
<li>Open Source wird im Grundsatzprogramm nicht erwähnt. Gerade im Bereich Verschlüsselung und Sicherheit wäre Open Source jedoch wichtig.</li>
</ul>
<h2>Ausblick</h2>
<p>An vielen Stellen ist das Ringen um einen Kompromiss spürbar. Die breite Beteiligung bei der Entstehung hinterläßt natürlich Spuren. Trotzdem ist #DigitalLeben und dieses Papier ein wichtiger Schritt. Was macht die SPD nun mit dem Grundsatzprogramm zur digitalen Gesellschaft? Es dient als Grundlage für weiterführende Diskussionen und Vorlage für das Programm der nächsten Bundestagswahl. Die Entscheidungen in der Regierung müssen sich an diesem Grundsatzprogramm messen und es wird deutlicher, wo Kompromisse gemacht wurden.</p>
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		<title>Arbeitsfrei: Eine Entdeckungsreise zu den Maschinen, die uns ersetzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2015 16:22:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ich lese]]></category>
		<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[BigData]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-150x150.jpg 150w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-50x50.jpg 50w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-100x100.jpg 100w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-500x500.jpg 500w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-1000x1000.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" data-attachment-id="3812" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2015/06/05/arbeitsfrei-eine-entdeckungsreise-zu-den-maschinen-die-uns-ersetzen/17108264734_2d03905c02_k/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k.jpg" data-orig-size="2048,1365" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Mühle" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-1024x683.jpg" />Wie wir in Zukunft arbeiten werden, ist aktuell ein heiß diskutiertes Thema. Treiber für Veränderungen sind die Digitalisierung, Big Data, das Internet der Dinge und Industrie 4.0. Die Automatisierung schreitet fort, und nicht nur körperliche Arbeit, sondern zunehmend auch geistige &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2015/06/05/arbeitsfrei-eine-entdeckungsreise-zu-den-maschinen-die-uns-ersetzen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-150x150.jpg 150w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-50x50.jpg 50w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-100x100.jpg 100w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-500x500.jpg 500w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-1000x1000.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" data-attachment-id="3812" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2015/06/05/arbeitsfrei-eine-entdeckungsreise-zu-den-maschinen-die-uns-ersetzen/17108264734_2d03905c02_k/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k.jpg" data-orig-size="2048,1365" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Mühle" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/06/17108264734_2d03905c02_k-1024x683.jpg" /><p>Wie wir in Zukunft arbeiten werden, ist aktuell ein heiß diskutiertes Thema. Treiber für Veränderungen sind die Digitalisierung, Big Data, das Internet der Dinge und Industrie 4.0. Die Automatisierung schreitet fort, und nicht nur körperliche Arbeit, sondern zunehmend auch geistige Arbeit wird durch Maschinen übernommen.</p>
<p><a href="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2009_72230001.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="2454" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2015/06/05/arbeitsfrei-eine-entdeckungsreise-zu-den-maschinen-die-uns-ersetzen/attachment/2454/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2009_72230001.jpg" data-orig-size="768,1024" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;E-30&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;-&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1248290575&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;137&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0028571428571429&quot;,&quot;title&quot;:&quot;-&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Feld" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2009_72230001-768x1024.jpg" class="alignright wp-image-2454 size-medium" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2009_72230001-225x300.jpg" alt="Feld" width="225" height="300" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2009_72230001-225x300.jpg 225w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2009_72230001.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Das&nbsp;Buch von Constanze Kurz und Frank Rieger beschäftigt sich genau mit diesem Thema, indem es die heutige Technisierung in der Industrie beschreibt und damit eine mögliche Vision von zukünftigen Arbeitsabläufen erzeugt. Dazu wird am Beispiel der Broterzeugung ein Bogen von der Ernte über Erntemaschinen, Mühlen und Bäcker gespannt. Da ist an sich nichts Revolutionäres zu entdecken, aber trotzdem wird deutlich, was sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat, und ich habe hier und da sogar noch etwas Neues gelernt. So beispielsweise, dass die Großbäckereien unter starkem Druck der Teiglinghersteller sind, und dass in einer modernen Mühle jedes einzelne Korn von einer Kamera überprüft wird. Von dort wird das Thema noch weiter gespannt über Industrieroboter, Logistik und Raffinerien, und schließlich gelangt das Buch auch zu autonomen Autos und den Algorithmen, die nun auch noch geistige Arbeit ersetzen.</p>
<p>Richtig&nbsp;behandelt wird eine mögliche Zukunft jedoch nicht. Es wird quasi vom aktuellen Zustand und der Entwicklung dahin extrapoliert ohne wirklich aufzuzeigen, wie eine Gesellschaft dann aussehen würde. Erst der Epilog beschäftigt sich ein wenig mit Arbeit und Bildung. Die Idee, Kapital statt Arbeit zu besteuern, kannte ich schon von <a href="https://hoge-uebler.de/2015/01/31/gelesen-sie-wissen-alles/">Yvonne Hofstädters Buch</a>&nbsp;&#8222;Sie wissen alles&#8220;. Eine Vision, wie eine Gesellschaft aussehen sollte, die die Automatisierung mit Menschlichkeit verbindet, fehlt völlig.</p>
<p><a href="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2014IMG_02961.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="2455" data-permalink="https://hoge-uebler.de/2015/06/05/arbeitsfrei-eine-entdeckungsreise-zu-den-maschinen-die-uns-ersetzen/2014img_0296-2/" data-orig-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2014IMG_02961.jpg" data-orig-size="1024,768" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;E-M1&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1417343017&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Wilfried Joh Hoge&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;24&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;1600&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.05&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Brot" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2014IMG_02961-1024x768.jpg" class="alignleft wp-image-2455 size-medium" src="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2014IMG_02961-300x225.jpg" alt="Brot" width="300" height="225" srcset="https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2014IMG_02961-300x225.jpg 300w, https://hoge-uebler.de/wp-content/uploads/2015/05/2014IMG_02961.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Die Konzentration auf den Status Quo finde ich enttäuschend. Ich habe von dem Buch mehr erwartet. Es ist allerdings auch bereits vor fast zwei Jahren geschrieben worden und seitdem hat sich die Diskussion über das Thema deutlich weiter entwickelt. Als Bestandsaufnahme und zur Verdeutlichung, welches Ausmaß die Automatisierung heute schon angenommen hat, ist das Buch aufgrund seiner einfachen Sprache trotzdem sehr zu empfehlen. Allen, die sich mit Automatisierung noch nicht beschäftigt haben, werden die Augen geöffnet.</p>
<p>Wer immer es gerne lesen möchte, kann sich zwecks Ausleihe gerne bei mir melden.</p>
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		<title>Engagement für die Digitale Gesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hoge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2015 13:31:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was mich bewegt]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gestaltung des Wandels unserer Gesellschaft in eine Digitale Gesellschaft ist mir ein großes Anliegen. &#8222;Wollen wir Digitalisierung in unserer Gesellschaft? Die Frage stellt sich nicht. Denn sie ist längst da. Und sie geht auch nicht wieder weg.&#8220; steht im Diskussionspapier der Aktion &#8230; <a href="https://hoge-uebler.de/2015/01/11/engagement-fuer-die-digitale-gesellschaft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gestaltung des Wandels unserer Gesellschaft in eine Digitale Gesellschaft ist mir ein großes Anliegen. <em>&#8222;Wollen wir Digitalisierung in unserer Gesellschaft? Die Frage stellt sich nicht. Denn sie ist längst da. Und sie geht auch nicht wieder weg.&#8220;</em> steht im <a title="Diskussionspapier DigitalLEBEN zu Digitale Gesellschaft" href="http://digitalleben.spd.de/digitalleben/diskussionspapier-digitalleben" target="_blank">Diskussionspapier</a> der Aktion DigitalLEBEN der SPD. Genau so sehe ich das auch. Bisher habe ich mich dem eher passiv gewidmet, also an Konferenzen teilgenommen, mitgelesen und mich informiert. So war ich bei der Tagung zur <a title="Tagung zur Netzpolitik â€“ Teil 1" href="https://hoge-uebler.de/2013/12/01/tagung-zur-netzpolitik-teil-1/">Netzpolitik</a>, beim Zündfunk Kongress und bei <a title="Das erste mal live bei TED dabei: TEDxMünchen" href="https://hoge-uebler.de/2014/11/30/das-erste-mal-live-bei-ted-dabei-tedxmuenchen/">TEDx München</a>. Ich habe einige Bücher zu dem <a title="Beiträge zu Netzpolitik" href="https://hoge-uebler.de/tag/netzpolitik/">Thema</a> gelesen und bei der Aktion <a title="DigitalLEBEN: 10 Fragen zur Digitalisierung" href="https://hoge-uebler.de/2014/09/28/digitalleben-10-fragen-zur-digitalisierung/">DigitalLEBEN</a> der SPD mitgemacht.</p>
<p><a href="http://d-64.org"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://d-64.org/wp-content/uploads/2014/07/d64_badge_01_300px.png" alt="Mitglied bei D64" width="300" height="173" /></a>In diesem Jahr möchte ich aktiver sein und bin daher seit kurzem Mitglied bei <a title="Mission Statement von D64 zur Digitalen Gesellschaft" href="http://d-64.org/verein/mission-statement/" target="_blank">D64</a>, dem <em>Zentrum für Digitalen Fortschritt</em>. Ein Verein, der sich der Gestaltung des Wandels in eine Digitale Gesellschaft verschrieben hat. Der <a title="Newsticker auf D64" href="http://d-64.org" target="_blank">Newsticker</a> von D64 ist schon sehr wertvoll, um über aktuelle Themen informiert zu werden. Den kann ich nur empfehlen. Wichtig sind aber auch klare Stellungnahmen von D64, wie beispielsweise diese Woche zum Thema <a title="D64 zur Vorratsdatenspeicherung" href="http://d-64.org/charlie-hebdo-d64-erklaert-vorratsdatenspeicherung-fuer-gescheitert-csu-forderungen-realitaetsfern/" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung</a>. D64 Aktivitäten sind oft in Berlin. Dort ist auch der Ursprung und die Nähe zur Regierung. Ich bin gespannt, ob wir in der Region München/Bayern auch etwas auf die Beine stellen können.</p>
<p>Die Aktion DigitalLEBEN der SPD wird Möglichkeiten bieten, aktiv mitzuarbeiten. Im Februar startet mit der <a title="Aktion DigitalLEBEN der SPD" href="http://digitalleben.spd.de/digitale-gesellschaft/viele-ideen-fuer-das-beste-ergebnis" target="_blank">Debatte</a> der Teil des Prozesses, bei dem es direkte Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des Wandels in eine Digitale Gesellschaft geben wird.</p>
<p>Auch auf kirchlicher Seite kann ich mir ein Engagement sehr gut vorstellen. Auf der letzten Synode der EKD zum Thema &#8222;Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft&#8220; wurden bereits interessante Aspekte diskutiert. Das in der Vorbereitung entstandene <a title="Lesebuch &quot;Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft&quot; - Digitale Gesellschaft" href="http://www.ekd.de/synode2014/schwerpunktthema/lesebuch/index.html" target="_blank">Lesebuch</a> kann ich ebenfalls wärmstens empfehlen. Neben kirchlichen Themen enthält es lesenswerte Abschnitte über Digitale Gesellschaft, Digitales Leben, Vorurteile (Das Internet macht dumm!), Big Data usw.</p>
<p>Konkretes weiß ich noch nicht, aber der Vorsatz, 2015 aktiv die Digitale Gesellschaft zu gestalten, ist da.</p>
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