Fischen am LechFliegenfischen am Lech wollte ich schon früher im Jahr. Nun ist es schon fast Winter und ich habe meine Angelsachen schon in den Winterschlaf geschickt gehabt. Stephan und ich haben jedoch noch 2 Restkarten ergattert, die das Fischen am Lech vor dem Ende der Saison am 15.12. noch möglich machten. Also habe ich alles wieder ausgepackt und außerdem die Skiunterwäsche rausgekramt. Es waren nämlich nur -5 bis maximal 0°C vorhergesagt.

Ich bin davon ausgegangen, dass wir quasi alleine zum Fischen kommen. Aber weit gefehlt. Mehr als 10 Fischer, sowohl mit der Fliege als auch zum Spinnfischen, waren auf der relativ überschaubaren Gewässerstrecke unterwegs.

Wir sind also eine ganze Weile flussaufwärts gelaufen, um etwas Privatsphäre zu haben. Dort haben wir dann mit dem Fischen angefangen. Das Wasser war glasklar. Von Fischen aber nichts zu sehen. Da hatten wir schon die Befürchtung, es wird so wie das letzte mal.

Eis beim FischenDie Temperatur war schon eine Anfechtung. Vor allem an den Fingern ist die Kälte nur schwer zu ertragen. Mit Handschuhen, zumindest mit denen, die ich dabei hatte, konnte ich nur sehr schwer Fliegenfischen. Man hat quasi kein Gefühl für die Schnur und dieses Gefühl ist ziemlich wichtig für das ordentliche Werfen. Ich muss mich also mal nach speziellen Handschuhen umschauen.

Trotz der Kälte sind wir ins Wasser rein. Mit Wathose, gefütterter Hose und Skiunterwäsche war das sehr gut auszuhalten. Das Wasser ist zwar eigentlich wärmer als die Luft, jedoch ist der direkte Kontakt mit dem kalten Wasser an den Beinen deutlich spürbar.

Regenbogenforellen am LechStichwort Kälte. Mehrmals konnte ich nicht mehr Fischen, weil die Ringe der Rute vereist waren. Die Lufttemperatur lag also unter 0°C und somit gefror das abgestreifte Wasser an den Ringen. Erst läuft die Schnur dadurch nur schwer, aber mit der Zeit blockiert sie komplett. Nur mit der Wärme der Finger ließ sich das Eis von den Ringen entfernen.

Davon ließen wir uns natürlich nicht abhalten. An mehreren Stellen konnten wir tatsächlich Fische stehen sehen. Große sogar. Im klaren Wasser konnte man gut beobachten, wie sie sich bewegen. Quasi alle Fliegen, die ich im Köcher hatte, habe ich ausprobiert. Leider war keine Reaktion sichtbar. Komplettes Desinteresse für das Angebot.

Was auch immer die Ursache war, Stephan hatte mehr Glück und hat zwei schöne Regenbogenforellen gefangen. Hätte ich mir auch gewünscht. Naja, beim nächsten mal. Insgesamt muss ich sagen, dass es trotz der Kälte viel Spaß gemacht hat. Allerdings bin ich wohl eher ein Warmfischer. Häufig brauche ich das Fischen in der Kälte nicht.