FischereischeinNach intensiven Vorbereitungen bei einem Fischereilehrgang und 10 Tagen fleißigem Üben habe ich die Fischereiprüfung bestanden. Diese Woche habe ich meinen Fischereischein abgeholt. Damit ist der erste wichtige Schritt in Richtung Fliegenfischen erledigt. Ich darf nun eine Angel bedienen.

Roman Brand von Fischerausbildung Oberbayern hat nach dem Kurs angeboten, mit den Teilnehmern Angeln zu gehen. Das ist bei den Lehrgängen nicht üblich und ein toller Service. Der Fischereilehrgang hat nämlich eigentlich keinen praktischen Teil und auch, wenn man die Angelgeräte anschaut und die Theorie dazu bespricht, ist das Angeln selbst doch etwas anderes.

FischteichIch habe zwar schon eine Fliegenrute, aber keine normale Angelrute. Eigentlich möchte ich mir erstmal auch keine anschaffen, weil ich nicht normal Angeln möchte. Um das Angebot gemeinsam Angeln zu gehen trotzdem wahrnehmen zu können, habe ich mir daher eine kleine Ausrüstung von einem Freund geliehen.

Morgens um 9 ging es los. Bei frühlingshaftem Wetter haben sich die Teilnehmer mehrerer Kurse am Fischteich vom Fischgut Waldheim getroffen. Im Teich, oder Angelweiher, waren Regenbogenforellen, Bachforellen und Saiblinge ausgesetzt. Noch als wir bei den Vorbereitungen für das Angeln waren, wurden 200kg Fische eingesetzt. Ideale Voraussetzung also für einen Fangerfolg.

Fischgut WaldheimFür mich war es ja das erste mal an der Angel. Daher war ich für Unterstützung bei der Einrichtung der Angel sehr dankbar. Als Köder habe ich Shrimps von Lidl verwendet. Schon kurze Zeit nachdem der Köder im Wasser war, hatte ich den ersten Fisch an der Angel. Wirklich schön so ein schnelles Erfolgserlebnis. Bei weiteren Versuchen habe ich aber noch arg mit dem Material kämpfen müssen. Verlorene Haken, verhedderte Schnur, aufsammeln von Grünzeug, hängen bleiben beim Auswerfen waren die typischen Probleme. Es war aber immer eine helfende Hand in der Nähe und es hat viel Spaß gemacht. Ich habe einiges gelernt, nichts kaputt gemacht und die Probleme wurden mit der Zeit weniger.

ForellenDie Anbissfreude hat gegen Mittag deutlich nachgelassen. Ich konnte bestimmt 10 große Forellen um meinen Köder herum schwimmen sehen. Leider ohne Interesse für den Shrimps. Nachdem ich noch eine Forelle – vor allem komplett ohne Hilfestellung – erbeutet hatte, habe ich beschlossen, es ist genug und habe mein Zeug zusammen gepackt. Für den ersten Angeltag bin ich sehr zufrieden. 4 Forellen habe ich gefangen und dabei viel gelernt über die Handhabung des Angelgeräts. Zum Üben ist ein Fischteich optimal und für die Organisation eines kleinen Fischessens ebenfalls gut geeignet.

Vielleicht muss ich doch zusätzlich zum Fliegenfischen eine normale Angelausrüstung anschaffen. Mal sehen. Der nächste Schritt ist ein Fliegenfischkurs in der Fränkischen Schweiz, den ich für Anfang Mai in der Fliegenfischschule in Waischeinfeld gebucht habe.