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England Archive - Wilfrieds Welt ...

Oxford-Kanal

Gelesen: Maigret und der Treidler der Providence

By | Photographie, Was ich lese

Zum ersten Mal habe ich einen Maigret Krimi gelesen: Maigret und der Treidler der Providence. Dieser handelt von einem Mordfall am Canal latéral à la Marne. Eine Tote wird gefunden und sofort taucht der Leser mit Maigret in die Welt der Schiffer und Schleusenwärter ein. Eine Fremde Welt. Sie ist nicht nur mir fremd, sondern auch den Menschen, die im Krimi nah am Kanal leben und arbeiten. Obwohl in direkter Nachbarschaft, bleiben die Kanal-Leute für sich. Sie sind immer unterwegs, kennen sich aber alle. Es ist eine Zeit (die 1930er Jahre), in der die Motorisierung der Schiffe einsetzt. Die Kanäle werden von Lastkähnen mit den ersten Dieselmotoren genutzt, und gleichzeitig sind noch die die unmotorisierten Kähne unterwegs, die von Pferden mit ihren Treidlern gezogen werden. Die Motoren der neuen Kähne sind häufig noch so schwach, dass die Treidler diese überholen können. Trotzdem sind die Tage der Treidler gezählt. So sind sie die tragische Figuren des Krimis, die in enger Verbundenheit mit ihren Pferden ohne Wohnung in den Ställen am Kanal oder auf Schiffen leben. Die Tote ist die Ehefrau eines englischen Pensionärs, der mit einem Sportboot ebenfalls auf dem Kanal unterwegs ist. Mit modernen Krimis ist Maigret nur schwer zu vergleichen. Der Sprachstil…

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Gelesen: „London“ von Edward Rutherfurd

By | Was ich lese

London ist die am häufigsten besuchte Stadt der Welt, habe ich in einem Radiobeitrag gehört. Mehr als 18 Millionen Touristen kommen jährlich nach London. Ich war selbst auch schon mehrfach dort. Das letzte mal 2013, als ich eine beeindruckende Street-Art Tour durch das East-End gemacht habe. Daher habe ich mich auf das Buch „London“ von Edward Rutherfurd gefreut, das die Geschichte Londons von der römischen Besatzung bis zum 2. Weltkrieg erzählt. Rutherfurd nutzt dazu mehrere Familien, die jeweils spezifische Erkennungsmerkmale haben und begleitet diese Familien durch die Jahrhunderte. So bekommt das Buch den Touch eines Historienromans. Allerdings stehen nicht die Familien im Vordergrund sondern die geschichtliche Entwicklung der Stadt. Die Personen aus den Familien werden nur verwendet, um die jeweiligen Lebensumstände der Epoche zu erläutern. Jede Familie erscheint mal unten, mal in der Mitte, mal oben in der Hierarchie der Gesellschaft.

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Van Morrison in Brighton

By | Was ich höre

Für ein Konzert von Van Morrison ist keine Reise zu weit. So häufig spielt Van the Man nämlich nicht mehr, vor allem nicht in Deutschland. So haben wir uns entschieden, zu seinem Konzert am 17. Februar nach Brighton zu fahren. Über den Flughafen London Gatwick ist Brighton von München aus mit EasyJet sehr gut und günstig zu erreichen. Das Konzert im Brighton Dome war es dann auch wert nach Brighton zu kommen. Pünktlich um 20h hat Van Morrisons Tochter Shana mit drei Liedern das Publikum vorgewärmt. Dann kam Van Morrison auf die Bühne. Seine Stimme ist beeindruckend. Back on Top und natürlich Brown Eyed Girl waren super. Er hat auch seine Bandbreite von Instrumenten, die er spielt, gezeigt: Saxofone, Gitarre, Mundharmonika, Orgel. Als Gast hat Bluessänger Chris Farlowe gemeinsam mit Van Morrison ein paar Lieder gesungen. Unter anderem auch eine schöne Version von Stand By Me. Als er nach weniger als 90 Minuten Brown Eyed Girl anstimmte war Enttäuschung im Publikum spürbar, weil man die Befürchtung hatte, gleich ist es schon zu Ende. Letztendlich hat das Konzert gut zwei Stunden gedauert, was wir ganz ok fanden. Berichte vom Konzert gibt es hier und hier. Richtig begeistert waren wir von Brighton. Wir waren beide noch nie dort und…

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