10 Jahre Olympus und immer noch die richtige Entscheidung

HBF Köln 1999

Köln HBF – Ricoh DC-4U

Im Januar 2006 habe ich meine erste Olympus Kamera gekauft. Das nehme ich zum Anlass, ein paar Sätze zu meiner Foto-Hardware Geschichte zu schreiben. Ich habe 1998 meine erste Digitalkamera gekauft. Es war eine Ricoh DC-4U. Rechts seht ihr ein Bild vom Kölner Hauptbahnhof aus 1999. Die Qualität war damals deutlich schlechter als die heutiger Handys. Danach hatte ich mehrere digitale Kompaktkameras, die mit jeder Generation qualitativ besser wurden.

Bei Bad Tölz - Olympus E-500 mit 14-54mm

Bei Bad Tölz – E-500 mit 14-54mm – eines der ersten Bilder mit einer Olympus Kamera

Nach mehreren Jahren mit digitaler Fotografie wollte ich 2006 in die Spiegelreflexkamera-Klasse einsteigen.  Ich habe mich umgeschaut und mich für Olympus und das FourThirds Format entschieden. Soweit ich mich erinnere, war der Grund dafür primär die Sensor-Reinigung. Die fand ich toll und kein anderer Hersteller hatte so etwas. Die Größe spielte auch eine Rolle, aber nur eine untergeordnete. Von Anfang an war mir aber klar, dass der Fortschritt bei den Kameras immens sein wird, aber die Objektive sich nicht großartig verändern werden. Daher habe ich schon bei der ersten Olympus Kamera, einer E-500 nicht das Kit-Objektiv, sondern ein Pro Objektiv genommen. Ein 14-54mm mit Blende f2.8-3.5.

München Marienplatz - E-1 14-54mm

München Marienplatz – E-1 mit 14-54mm

Mit der Kombination habe ich von Anfang an tolle Fotos gemacht. Ziemlich schnell habe ich dann noch mehr Objektive angeschafft. Ein 50mm/f2 Makro, ein 11-22mm/f2.8-3.5 Weitwinkelzoom und ein 50-200mm/f2.8-3.5 Telezoom. Ebenfalls beides Pro Objektive.

Durch Glück bin ich noch in 2006 günstig an eine E-1 gekommen. Eine tolle Kamera. Die lag super in der Hand, ein Traum. Das Auslösegeräusch war auch toll. Sehr dezent. Leider war die Qualität der Bilder nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem habe ich die Kamera einige Zeit benutzt und erst 2010 verkauft, zusammen mit dem 11-22mm.

Kreuz, Toskana - E-30 mit 25mm/f1.4

Kreuz, Toskana – E-30 mit 25mm/f1.4

Beeindruckt vom Sensor mit Stabilisator habe ich bereits in 2007 die E-500 durch eine E-510 ausgetauscht. 2009 wurde diese dann durch die E-30 abgelöst. Während ich die Bodies immer neu gekauft habe, ich wollte schließlich das aktuellste Modell, habe ich die Objektive immer gebraucht gekauft. Hinzu kamen ein 7-14mm/f4 Ultraweitwinkel, ein Tele-Konverter EC-14, ein Makroextender EX-25 und ein Panasonic 25mm/f1.4.

Kölner Dom - E-510 mit 7-14mm

Kölner Dom – E-510 mit 7-14mm

Mit dem Aufkommen vom Micro FourThirds Standard habe ich mich dazu entschieden, als Zweitkamera eine kleine Olympus zu verwenden. Die Zweitkamera hatte hauptsächlich den Zweck, als Ersatz auf Fotoreisen zu dienen. Falls die primäre Kamera kaputt gehen würde, wäre das Fotografieren zwar beschwerlicher, aber die Fotoreise nicht umsonst. 2009 habe ich eine E-P1 gekauft. Mit dem Adapter MMF-1 konnte ich alle bisherigen Objektive weiter verwenden. Dabei gab es jedoch deutliche Einbussen bei der Fokussierungsgeschwindigkeit. Ich habe daher auch ein einfaches Kit-Objektiv mit ihr verwendet. Nach der E-P1 kam 2011 die E-PL3.

Treppe Nürnberg - E-M1 mit 12-40mm

Treppe Nürnberg – E-M1 mit 12-40mm

2012 bin ich richtig in Micro FourThirds eingestiegen und habe die OM-D E-M5 gekauft. Dieses Modell war ein richtiger und wichtiger Schritt für Olympus. Die eingeschlagene Richtung trug meinem Wunsch Rechnung, eine umfangreiche Kamera-Ausrüstung mit wenig Gewicht zu haben. Zusammen mit dem Panasonic 20mm/f1.7 ist die Kamera unglaublich kompakt und trotzdem flexibel. Das ist seitdem meine feste Reisekombination. Kamera mit Objektiv gehen fast in die Hosentasche, zumindest aber in eine Jackentasche oder kleine Tasche. Für’s Reisen optimal.

Mit dem Kauf der OM-D E-M1 konnte ich den Schritt von FourThirds zu Micro FourThirds vollenden, da die E-M1 beide Fokussierung-Arten unterstützt (Kontrast- und Phasen-Fokussierung). Eine Kompatibilität von meinen alten FT Objektiven ist nun also nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch gegeben. Logische Konsequenz war der Verkauf der E-30 und des 14-54mm Objektives. Dafür habe ich nun ein neues Pro Objektiv für immer drauf, ein 12-40mm/f2.8.

Toskana - E-30 mit 50-200mm + 1.4 x Konverter

Toskana – E-30 mit 50-200mm + 1.4 x Konverter

Die Objektive waren bei Olympus schon immer tadellos. Selbst die vor 10 Jahren gekauften sind immer noch optisch in der Oberklasse angesiedelt. Für spezielle Aufgaben nutze ich sie weiter gerne und nehme die gegenüber den jetzigen Kameras relative große Bauweise in Kauf. Bei den Bodys konnte man immer sagen, die anderen Hersteller hatten bessere Qualität, oder die inhärenten Nachteile des FourThirds Standards kann nicht ausgeglichen werden (Stichwort: Vollformat). Das ist nun, zumindest für mich, nicht mehr so. Meine heutigen Kameras, die E-M5 und die E-M1, sind von der Qualität so, dass ich im Moment keinen Update brauche. Nach vielen Jahren mit schnellen Wechseln ist für mich Ruhe eingekehrt. Seit 2013 habe ich keine Aktualisierung mehr vorgenommen.

Kripo in Franken - E-M5 mit 20mm

Krippe in Franken – E-M5 mit 20mm

Um auf den Titel zurückzukommen: Zufriedener denn je bin ich, weil auch nach 10 Jahren die Entscheidung für Olympus für mich gut war. Die Entwicklungen gehen in eine gute Richtung und bestehende Investitionen werden geschützt. Meine Objektive von 2006 tun immer noch gute Dienste. Selbst ältere Kameras, was die E-M1 ja mittlerweile ist, werden noch durch Firmware Updates gepflegt und verbessert. Die Firmware 4.0 für die E-M1 ist ein echtes Highlight. Damit ist Olympus sicherlich eine Ausnahme im Kamerasektor. Und ich bin sicher, dass neue Bodies und Objektive entwickelt werden, die mich wieder zum Kauf reizen werden. Ich bleibe Olympus weiter treu und freue mich schon auf die nächsten 10 Jahre.

Musikkonsum seit Spotify und nicht so intelligente Playlisten

Seitdem es Musik über Faltrate-Streaming wie von Spotify gibt, höre ich mehr Musik. Würde ich denken. Ist aber nicht so! Seit Dezember 2012 habe ich einen Spotify Account. Ich nutze Musik-Streaming unterwegs über die App und Zuhause über Sonos. Wie schon einmal geschrieben, erfasse ich fast alle gespielten Lieder über Last.fm (scrobblen).  2013, also im Jahr nach dem Vertragsabschluss, habe ich deutlich mehr Musik gehört also zuvor. Da schlug vielleicht die Neulust zu und ich habe viel gestreamt. In 2014 und 2015 ist der Musikkonsum aber wieder zurückgegangen und liegt nun eher niedriger als 2012. Musik-Streaming hat also für mich nicht den Effekt, dass ich mehr Musik höre als früher. Weiterlesen

MOOC ausprobiert: Udacity Nanodegree Data Analyst

Wer lernt nicht gerne etwas dazu? Aber möglichst mit wenig Aufwand. Bequem von Zuhause. So, wie Zeit ist. Da ist ein MOOC – Massive Open Online Course – gerade das Richtige. MOOC sind die moderne Form der Fernuniversität. Sie sind einfach zugänglich und erlauben das Lernen vom Sofa aus. Es gibt Kurse kostenlos und gegen Bezahlung von kommerziellen Anbietern. Englisch als Sprache ist bei vielen Angeboten im IT Umfeld üblich.

Fängt man einen Kurs an, so fällt auf, dass das „dran bleiben“ nicht so einfach ist. Ohne einen gewissen Druck ist die Überwindung des inneren Schweinehunds – zumindest für mich – nicht zu haben. Will man wirklich etwas lernen, ist der Schreibtisch doch sinnvoller als das Sofa. Dementsprechend sind die Abbruchquoten extrem hoch. Außerdem ist das Lernen alleine manchmal öde und bei komplexem Stoff häufig nicht machbar. Teams oder zumindest Foren zur Unterstützung müssen her.

Schon seit einiger Zeit habe ich Interesse an Big Data Analysen, Maschinellem Lernen und Visualisierungen. Dazu habe ich hier und da kleinere Kurse gemacht, die mich aber nicht wirklich weiter gebracht haben. Im Sommer habe ich mich daher dazu entschlossen, einen längeren Kurs zu machen. Ich habe vorher keine Untersuchung gemacht, welcher MOCC Anbieter geeignet ist. Irgendwo bin ich auf das Nanodegree Programm von Udacity gestossen und das hat mich so angesprochen, dass ich es abgeschlossen habe. Nanodegree ist nicht nur ein einzelner Kurs sondern eine Folge von zusammenhängenden Kursen zu einem Thema. Jeder dieser Kurse wird von Coaches begleitet und mit einem Projekt abgeschlossen. Die angestrebte Gesamtlaufzeit beträgt ungefähr 12 Monate. Je Monat kostet das Nanodegree 200$. Weiterlesen