Laufen – easy going mit Podcasts

VögelEtwas langweiligeres als Laufen oder Joggen gibt es ja kaum. Die Befriedigung des Spieltriebs macht es schon etwas spannender. Nike+ mit den Statistiken, Challenges, Coaches ist da eine große Hilfe. Meine Challenge #500in2014 ist eine Motivation, die mich hoffentlich durch das ganze Jahr tragen wird.

Aber auch jeder Lauf muss durchgestanden werden. Musik kann ich leider beim Laufen gar nicht gebrauchen. Ich brauche meinen eigenen Rhythmus und Musik führt bei mir dazu, dass ich den Rhythmus übernehme. Das bringt mich aus dem Konzept.

Seit Jahren höre ich daher beim Laufen Podcasts. Podcasts machen die Zeit, die beim Laufen draufgeht, zu einer halbwegs sinnvoll genutzten Zeit. Die Podcasts, die ich regelmäßig höre, möchte ich nun vorstellen:

Da ist als erstes das Audio-Angebot der Zeit. Ungefähr 15 Artikel jeder Ausgabe der Zeit stehen als Podcast zur Verfügung. Das ist ein kostenpflichtiges Angebot, das ich jedem nur empfehlen kann. Ich mag Die Zeit und auf diese Weise ist der Anteil der Artikel, die ich lese – oder vorgelesen bekomme – deutlich höher.

Krimis lese ich sehr gerne und daher höre ich die Podcasts der Krimikiste, um mich über neue Veröffentlichungen zu informieren. Die Kritiken sind nicht immer hochwertig, aber Anregungen für neue Krimis bekommt man allemal und abwechslungsreiche Unterhaltung ist es auch.

Ich hatte mal die Phantasie, Italienisch zu lernen. Das habe ich fast bis zu A2 gemacht. Leider konnte ich die Termine für die Kurse nicht mehr mit meiner Arbeit übereinander bringen und aus war’s mit Italienisch lernen. Davon übrig geblieben ist ein Podcast von Adesso, den ich jede Woche anhöre. Das sind zwar jeweils nur 3 Minuten, aber immerhin höre ich dann ein wenig die Sprache.

Relativ neu hinzu gekommen ist ein Podcast von Deutschland Radio Kultur. Die haben richtig viel Auswahl. Auf der Veranstaltung zur Netzpolitik an der Evangelischen Akademie in Tutzing habe ich Breitband kennen gelernt. Dort werden die Themen „Medien und Digitale Kultur“ behandelt. Einzelne Artikel sind als Podcast verfügbar und geben mir interessante Einblicke in die Netzkultur. Eine echte Bereicherung.

Ab und zu gibt es neue Stücke beim Podcast von Chrismon, die dort interessante Themen zu Religion besprechen. Dabei ist die Sprache einfach, was für mich beim Laufen genau passend ist.

Und manchmal, selten eigentlich, höre ich Podcasts von meiner Arbeit. Wenn ich wirklich alles schon gehört habe, es nichts neues mehr gibt, ziehe ich diese Podcasts sogar der Musik vor.

Nur mit den Podcasts ist für mich Laufen wirklich easy going.

Die Laufherausforderung 500in2014

Für 2014 werde ich meine Laufaktivitäten intensivieren – habe ich mir so gedacht. Um mich etwas zu motivieren, habe ich mich zu einer Nike+ Challenge hinreißen lassen, die 500in2014 heißt. Das Ziel ist, in 2014 500 Meilen zu laufen. Das sind ungefähr 805 km für 2014 oder 67 km im Monat oder 15,5 km die Woche. Das ist gar nicht ohne.

Normalerweise laufe ich zwischen 6 und 7 km 2x die Woche. Das reicht aber überhaupt nicht aus. Vor allem, wenn das Wetter mal nicht passt oder ich auf Dienstreise oder krank bin. Ich muss also in der Regel 3x pro Woche laufen gehen oder die Strecke pro Lauf etwas erhöhen, um eine Chance bei der Challenge zu haben.

Bis heute bin ich dieses Jahr 40 km gelaufen. Damit bin ich voll im Plan und zufrieden. Hier mein letzter Lauf auf Nike+.

1000in2014, also 1000 km für dieses Jahr, wären mir zu viel gewesen. Wenn ich die 500in2014 schaffe, dann vielleicht 1000in2015…

Das quantifizierte Selbst

Muss ich bei jedem neuen Trend mitmachen? Ich bin da zwar sehr anfällig, weil ich gerne mit Daten spiele, aber beim Selftracking oder – wie es so schön heißt – beim quantifizierten Selbst bin ich eigentlich schon seit 2003 aktiv. Das ist also für mich im Prinzip nicht neu. Ich bin schon lange ein Fan vom Selftracking und nutze nur die neuen Möglichkeiten zur Vereinfachung. Von 2003 sind meine ältesten Aufzeichnungen übers Jogging. Abgelesen von meiner Pulsuhr und von Hand erfasst in Tabellen.

Das war ziemlich mühsam, aber ich habe das bis 2011 auf diese Art gemacht und mich durch diverse Auswertungen dieser Daten motivieren können. Joggen ist für mich eher ein notwendiges Übel und die Daten haben mir dieses versüßt.

Seit 2012 habe ich eine Nike+ Pulsuhr und erfasse die Daten darüber. Das abtippen bleibt mir erspart, weil die Uhr mit der Nike+ Webseite automatisch synchronisiert. Das ist praktisch und da die Uhr auch einen GPS Track aufzeichnet, sehe ich graphisch aufbereitet, wo ich gelaufen bin (beispielsweise hier), wie schnell ich wo war und welchen Puls ich dabei hatte.

Im BielinskiBlog habe ich gelesen, wie ich die Daten aus Nike+ exportieren kann. Davon wußte ich bisher nichts und finde das großartig. Das werde ich auf jeden Fall bald ausprobieren.